Büsum - das Nordsee-Heilbad am schleswig-holsteinischen Wattenmeer

Die heutige Gemeinde Büsum wurde 1140 das erste Mal urkundlich als Biusne auf der dazugehörigen Insel Busen erwähnt. Die Gemeinde Büsum war schon seit frühster Vergangenheit als wichtiger Standort für die Fischerei, teilweise auch für den Handel bekannt und unterlag einem ständigen Wachstum, aus dem 1585 die Eindeichung der Insel Busen resultierte und sie allmählich dem Festland angeschlossen wurde.
Die Wurzeln des heutigen Tourismus in Büsum sind auf exakt auf 1837 zurückzuführen, als das Fischerdorf offiziell von seinen einheimischen Bürgern in „Nordseebad Büsum“ umbenannt wurde. Mit immer effizienteren Verkehrsanbindungen (1872 Bau einer Eisenbahnstrecke nach Büsum) begann die rasante Entwicklung des Tourismus.1889 gründeten zunächst private Büsumer Bürger den hiesigen Badeverein, welcher jedoch 1896 von der Gemeinde offiziell übernommen wurde. Zudem wird die Kurtaxe eingeführt.1891 waren bereits die ersten Strandkörbe am Strand der Gemeinde aufgestellt worden. Die Grundsteine der Büsumer Tourismus waren gelegt.
Weiterhin lassen sich, für Büsum typische touristische Höhepunkte der Saison, ebenfalls historisch dokumentieren, wie zum Beispiel: das 1. Offizielle Wattlaufen 1900, die 1. Krönung einer Wattkönigin 1912 oder auch das erste Wattboßeln 1913. Der gute Ruf der Gemeinde Büsum als Nordseebad wurde 1949 mit der staatlichen Anerkennung als Heilbad vervollständigt. Ein weiteres freudiges Ereignis war die Verleihung des Titels „Nationalparkgemeinde Büsum“ im Jahre 2003.
In der Gemeinde Büsum leben ca. 4800 Einwohner (Stand 2010) und bietet dabei, trotz seiner kleinen Größe, mit einem 3,5 km langen Grünstrand, 100.000 km² künstlich angelegtem Wattenstrand und 2000 Strandkörben genügend Möglichkeiten zum Entspannen und Wohlfühlen.

Auch abseits des Strands bzw. des Deiches hat Büsum viel zu bieten. So lädt die Alleestraße als Fußgängerzone mit seinen zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten, Cafés, Bars und Restaurants zum gemütlichen flanieren ein. Sollte das Wetter einmal nicht ganz angemessen sein, so stellt das Piratenmeer Büsum, besonders Familien, eine mehr als respektable Alternative zur Nordsee dar. Des weiteren sind das Wellnesszentrum Vitamaris, das Büsumer Aquarium, die Kurkappelle oder auch der stilvolle Museumshafen sinnvolle Möglichkeiten den Urlaub in Büsum zu genießen.

Besonders zu empfehlen für Gäste in Büsum, ist die sogenannte „Sturmflutenwelt Blanker Hans“. Das zentrale Thema dieses sehr modernen und originellen Museums ist die Sturmflut des 16.2.1962. Beim „Blanken Hans“ wird Geschichte der Region, Information und Erlebnis auf eine besondere Weise miteinander verknüpft. Der Besucher erlebt dabei sogenannte „multimediale Kreisläufe“. Mit diesem neuartigen Konzept werden sämtliche Altersklassen vom Kind bis zum Senioren angesprochen.
Die Ausstellung beginnt mit einem authentischen Schauspiel, welcher die Geschehnisse der damaligen Nacht auf eindrucksvolle Weise wiedergibt. Anschließend erfolgt eine eindrucksvolle und spektakuläre Achterbahnfahrt in einer Rettungskapsel, um vor der herannahenden Flut zu entfliehen. Die Kapseln sind dabei Originalexponate der EXPO 2005, aus dem deutschen Pavillon. Das nötige Hintergrundwissen kann sich der Gast auf unterhaltsame Weise in den anschließenden Bereichen der Offshore-Forschungsstation und dem Archiv des Wissens selber aneignen.
Direkt angrenzend an die Sturmflutenwelt befindet sich das Museum am Meer.
Eindrucksvolle Exponate, anschauliche Wissenstafeln und Ausstellungen, als auch kompetente Museumsführer laden besonders Besucher ein, welche am alten Kulturgut und der Historie der Küstenfischerei beziehungsweise des Krabbenfangs interessiert sind.
Wechselnde Ausstellungen beispielsweise über die Vergangenheit der Ortschaft und des hier ansässigen Tourismus im Nordseeheilbad sind im Museum ebenfalls mit inbegriffen.
Ebenso gibt es für besonders aktive Urlauber eine breite Palette an Sportmöglichkeiten wie beispielsweise Tennis, Segeln, Windsurfen etc.

